Niemand liebt November {Rezension}

Hey ihr lieben :) 
heute habe ich eine ziemlich Ausführliche Rezension zu dem Buch "Niemand liebt November" für euch :) 
ich hoffe sie gefällt euch :)
Liebe Grüße eure Aileen.


Titel: Niemand liebt November:

Verlag: Oetinger

Autorin: Antonia Michaelis

Label: Hardcover

Preis: € 17,99 (D)

ISBN: 978-3-7891-4295-6



Klappentext:


Ein Mädchen, dessen Eltern auf rätselhafte Weise verschwunden sind. 
Ein rot-gelb erleuchtendes Zelt.
Ein Junge, der ein Buch liest.
Und das Versprechen einer großen Liebe.

November Lark, von allen Amber genannt, ist siebzehn und gerade aus ihrer WG abgehauen. Denn zum ersten Mal glaubt sie, ihren Eltern auf der Spur zu sein. Ihre Suche führt sie in eine Fremde Großstadt, in die Kneipe eines Mannes, dessen Namen eine Tätowierung ist,  zu dem rätselhaften Jungen, der in einem Zelt sitzt und ein Buch liest- und an die haarfeine Risse in der Wirklichkeit.


Meine Meinung:

Ich habe letzte Woche das Buch fertig gelesen und bin ziemlich gespaltener Meinung. Der Anfang war für mich schon sehr langatmig und teilweise richtig langweilig. Die Protagonistin ist eine sehr eigenständige, dominante und starke Persönlichkeit … die ihr Ding auf ihre Art und Weise durchzieht.

Auch die Handlung an sich, der Verlust der Eltern, die Erlebnisse durch ein Kinderheim zur Pflegefamilien und wieder zu betreutem Wohnen, das alles mag grausam, schwer und wirklich sehr emotional sein … doch es entschuldigt meiner Meinung nach nicht immer die Handlungsweisen von November (Lucy). Sie geht einen Weg, auf der Suche nach ihren Eltern, den man sich nicht so wirklich eigentlich vorstellen möchte. Einen Weg, den sie aber mit ihren 17 Jahren selber wählt … und wenn es im Hinterzimmer mit anderen Männern endet. Sehr unvernünftig (ohne Kondom) und unüberlegt um an schnelles Geld zu kommen … was mich jedes mal eigentlich geschockt hat.

Auch die Figuren wie Jan, oder die Katze, Katja und anderen Personen sind sehr unterschiedlich. So hab ich oftmals manche Handlungen nicht wirklich nachvollziehen können, warum das jetzt so geschieht. (da kam wohl eher die Vernunft bei mir immer durch, statt den unüberlegten Handlungen, die in dieser Geschichte vorkommen).

So hat es mich, was die Spannung und die Handlung angeht leider erst auf den letzten ca. 150 Seiten gepackt und mitgenommen … Es war einfach alles immer wieder zu langatmig, hat sich ständig wiederholt etc..   "Niemand leibt November" ist auf jeden Fall kein buch zum zwischendurch lesen. 

Was ich aber mal noch sehr toll fand, das muss ja auch erwähnt werden  ;), ist ,dass Antonia Michaelis es irgendwie schafft die Charaktere Neutral zu halten … sie sind so "dargestellt"  nicht *böse* oder *gut* sonder eine Mischung aus irgendwie allem , das letzten Endes  der Leser selbst Entscheiden kann wie er den Charackter findet. ( Und das ist irgendwie besonders)


Das Cover:


Das Cover spiegelt perfekt den Inhalt des Buches wider. Man merkt wie düster, geheimnisvoll und aufregend spannend wohl der Inhalt sein wird. Es wirkt auf mich sehr stimmig zum Inhalt des Buches und sieht einfach nur klasse aus. Das Bild auf dem Schutzumschlag ist identisch auch auf dem Hardcover nochmals drauf, was ich wirklich klasse finde, da ich darauf nicht verzichten musste, auch wenn ich ohne Schutzumschlag am lesen bin ;)


Fazit:

Mich selber hat es nicht komplett überzeugt. Es war alles so ANDERS … so wie es eigentlich nicht sein soll. Unüberlegt, leichtsinnig und bescheuert, wie November (bzw. Lucy) sich oftmals verhalten hat. Mit verschiedenen Männern Geschlechtsverkehr zu haben, ohne Verhütung … ein Thema was so eigentlich nicht geht und wovon sie (Lucy) auch keiner richtig anders überzeugen konnte. Doch mehr will ich darauf eigentlich jetzt gar nicht eingehen, sonst verrate ich zu viel.

Ein Buch, das mich grübelnd und unzufrieden zurückgelassen hat, so dass ich heute lange überlegt habe, wie ich es bewerten soll. So spannend auch die letzten Seiten waren … so konnte es leider nicht das Ruder komplett rumreißen. Es gibt bestimmt solche Fälle in unserer Umwelt .. was einen ja auch traurig stimmt … aber mit 17 Jahren hat man es ja auch selber in der Hand (wenn man auch Hilfe annimmt) um die Richtigen Wege zu gehen, wie ich finde… so dass es so traurig und trostlos eigentlich ja nicht sein muss. Auch die Praktiken, die Erlebnisse die Lucy (November) da mitmacht, sind ganz schön übertrieben und abstoßend.  


"Niemand liebt November" bekommt von mir leider nur  2,5/5 Sterne.

Ein Buch …. das mich grübelnd und nachdenklich zurücklässt und ich meine Bewertung immer noch überdenke … *seufz*.